Durch die Chi-Gong Übungen kann man spüren, wie sich mit dem Einatmen der
Körper mit Energie füllt.Deshalb haben unsere Ahnen Luft und Energie als
Einheit gesehen und als Chi bezeichnet. Heute wissen wir, dass wir Luft
einatmen und dieses Einatmen die Chi-Energie beeinflusst. Jedenfalls kann
man durch Chi-Gong Übungen den Zusammenhang von Atmung, Luft und
Lebensenergie deutlicher wahrnehmen als sonst.
Ohne den Begriff Chi zu kennen, haben wir ihn alle
schon gespürt. Wenn wir z.B. gähnen, merken wir, dass uns eine Art von
Gänsehaut überkommt oder Tränen in die Augen treten, oder der Körper von
eisiger Kälte geschüttelt wird. All das sind Chi- Bewegungen. Hinter der
Aufforderung: "Zieh dich warm an!" steckt die Vorstellung, dass man von der
Kälte krank werden kann. Für die Erfahrung, dass man durch die Einwirkung
der Kälte einen Schnupfen bekommen hat, gibt die Bewegung des Chi
hinreichend Erklärung: das Chi zieht sich zurück und dadurch wird das
Immunsystem in den betreffenden Körperteilen bis hin zum ganzen Körper
geschwächt.
Auch Aufregungen, die mit Herzklopfen und
Schweißausbrüchen verbunden sind, liegt eine Chi-Bewegung zugrunde. Das
Erröten und Schwitzen in peinlichen Situationen geht ebenfalls auf starke
Chi-Bewegungen zurück,Entsprechendes gilt auch für das Aufkommen von
zärtlichen Gefühlen und sexueller Erregung.
Akupunktur ist eine Methode, das Chi an den entsprechenden Stellen mit Hilfe
von feinen Nadeln zu beeinflussen. Auch die Anwendung von Kräutern und
anderen natürlichen Heilsubstanzen, Akupressur, Moxibustion und insbesondere
Chi-Gong Übungen wirken spürbar auf den Fluss des Chi und bewirken eine
fühlbare Chi Umverteilung.
Was ist Chi-Gong?
Chi -Gong bedeutet alle Fähigkeiten, um das Chi zu
beeinflussen und im weiteren Sinn alle Übungen, die dafür geeignet sind. Es
bildet somit einen umfassenden Begriff für viele verschiedenartige Übungen
und Techniken.
Eigenschaften des Chi:
Naturwissenschaftliche Forschungen, unter anderem im
Bereich der Quantenphysik, haben ergeben, dass das Chi von verschiedenen
Chi-Gong Meistern im Chi-Zustand auf andere Menschen übertragen wird, eine
Art elektromagnetische Welle mit einem sehr weiten Spektrum ist, das von
Radiowellen, über Mikrowellen, Infrarot, sichtbares Licht, Ultraviolett bis
zur radioaktiven Wellen reicht. Es kann auch Eigenschaften von Infraschall
oder die eines Magnetfeldes besitzen. Die Übertragung von Chi auf Patienten
haben in China schon einige Chi-Gong Meister mit Erfolg zur Schmerzbetäubung
bei Schilddrüsenoperationen eingesetzt.
Die Meridiane:
Der ganze Körper wird mit Chi-Gefäßen, Meridianen
durchzogen, die wie ein Netz alle Bereiche des Körpers verbinden.
Sie sind meistens symmetrisch angeordnet.
Meridiane und Akupunkturstelolen helfen uns, im Körper
das Chi zu lenken unbd zu harmonisieren. Man hat mit der Zeit entdeckt, dass
die Meridiane viele Wege gehen, auf denen keine entsprechenden Nervenstränge
laufen, obwohl man ursprünglich eine Verbindung annahm.
Es gibt also keine spezifische, den Meridianen
entsprechende anatomische Struktur. Man soll daraus nicht schließen, dass es
keine Meridiane gibt.
Entdeckt worden sind sie durch Körperbeobachtung.
Trotzdem wird das Chi den Meridianen entsprechend durch den Körper geleitet,
oder es fließt die Meridiane entlang durch ihn hindurch. Die TCM arbeitet
aufgrund der Meridian- und Chi- Theorie bereits seit Jahrtausenden mit
Erfolg.
Die Grundlagen des Chi-Gong:
Zu Chi-Gong Übungen gehören im wesentlichen drei
Elemente:
1. Der Körper (Shen), das heißt die Haltung des
Körpers und seine Bewegungen,
um Entspannung zu erreichen.
2. Der Atem (Xi), das heißt, die Technik des Atmens.
3. Das Herz (Xin), das heißt, Konzentration und
autosuggestive Vorstellungen. Das entsprechende chines. Zeichen für "Herz" meint hier nicht das körperliche Organ, sondern die gedankliche
Ebene.
Der Körper
Chi Gong kann im Stehen, Sitzen, Liegen geübt werden
und natürlich auch gemisch. Die richtige Körperhaltung ist Voraussetzung für
das richtige Verhältnis um Anspannung und Entspannung und für das Aktivieren
des Chi.
Der Atem
Es gibt viele Atemtechniken. Sie sind alle aus der
Erfahrung entwickelt worden und können deswegen von jedem gelernt und als
angenehm empfunden werden. Es gibt z.B. die Atembeobachtung, das Brustatmen,
das Bauchatmen und das gemischte Atmen. Beim Bauchatmen existieren mehrere
Techniken, zum Beispiel das natürliche und das paradoxe Bauchatmen. Beim
natürlichen Bauchatmen dehnt sich der Unterbauch beim Einatmen, beim
paradoxen Bauchatmen, das bereits eine höhere Stufe darstellt, wird der
Unterbauch beim Einatmen eingezogen und beim Ausatmen gedehnt.
Eine weiter Stufe bildet das Hautatmen oder das
Embryo-Atmen, das von manchen als Nichtatmen bezeichnet wird. Bei ihm ist
ein Atemvorgang nicht mehr wahrnehmbar. Bei dieser Technik übernimmt
vermutlich die Haut die Hauptarbeit des Atmens. Außerdem ist der Stoffwechsel
verlangsamt, dass besonders wenig Sauerstoff nötig wird.
Das Herz
Es bezeichnet die Konzentration auf den Körper, seine
Bewegungen und seine Atmung; ferner eine Art der Beobachtung des Chi, seiner
Bewegung und der Umgebung im weitesten Sinn. Während der Übung nehmen wir
ständig wahr, was im Körper vor sich geht, wie sich Empfindungen,
beispielsweise wärme oder Kältegefühl entwickeln.
Die richtige Atemtechnik beeinflusst auch unsere
Konzentration und unsere Vorstellungen. Atmen wir beispielsweise nicht nach
den Prinzipien des Chi-Gong, also auf natürliche Weise, sondern hektisch,
angestrengt und unregelmäßig, beginnt das Herz schneller zu arbeiten, wir
werden mit der Zeit aufgeregt, nervös und dadurch auch unkonzentriert.
Man kann also sagen, dass diese drei Elemente in
gleichem Maße wichtig sind und keines vernachlässigt werden darf.
Was ist der Unterschied zwischen Chi-Gong,
Gymnastik und Sport?
Anhand der Harmonie der drei Elemente zeigt sich auch
der Unterschied zw. Chi-Gong und anderen Sportarten, wie Tanz oder
Gymnastik. Zwar besteht Chi-Gong manchmal auch aus Körperbewegungen und
sieht zuweilen aus wie ein sanfter Tanz, beim Tanzen bewegr man den Körper
jedoch, um etwas auszudrücken und in der Gymnastik, um Körperteile zu
lockern und Muskel zu trainieren. Beim Chi-Gong liegt der Zweck der Bewegung
darin, denn Fluss des Chi durch den Körper zu ermöglichen. Die Konzentration
bei dieser Übung richtet sich nicht nur auf den Körper, sondern noch mehr
auf das Chi, das gerade durch den Köper fließt.
Weiter grundlegende Bestandteile des Chi-Gong
ZU Chi-Gong gehören Vorbereitungs-, Haupt- und
Abschlussübungen, Selbstheilungsmassage, Kenntnisse der richtigen
Chi-Gong-Praxis und eine gesunde Lebensweise.
Vorbereitungsübungen
das sind Aufwärm- und Dehnungsübungen. Methoden des
Aufwärmens helfen, das Chi in Bewegung zu setzen. ZU diesen Übungen gehören
zum Beispiel Abklopfübungen, bei denen mit den Händen oder einem Gegenstand
auf bestimmte Körperteile geklopft und damit die Durchblutung angeregt wird.
Weiters zählen auch Dehnübungen, mit denen die Gelenke mobilisiert und die
Meridiane angeregt werden. Das Chi staut sich leicht an Gelenken. Werden sie
warm und locker und die durchziehenden Meridiane aktiviert, kann das Chi
diese Stellen besser passieren.
Abschlussübungen
sind von großer Bedeutung, um die Aktivierung des Chi
sanft zu Ende zu bringen. Weil im Chi-Gong das Chi durch äußere und innere
Bewegungen sowie durch Konzentration in verschiedener Art im Körper geführt
und gesammelt wird und die Bewegung das Chi beeinflusst, ist es nötig, mit
Hilfe einer Abschlussübung das Chi und somit auch den Körper in den
Normalzustand zurück zu bringen. Das Chi soll sich richtig im Körper
verteilen. Mit einer plötzlichen Bewegung wäre das Chi im Fluss gestoppt,
was einen unangenehmen Zustand bis hin zu ernsten Folgen nach sich ziehen
kann. Abschlussübungen sind nötig, um die innere und äußere Bereitschaft zur
Beendigung der Übungen herzustellen.
Selbstheilmassage
Neben anderen Chi-Gong Übungen gehören auch
Selbstheilmassage und Akupressur zu Chi-Gong, weil sie ebenfalls eine
Methode sind, das Chi im Körper zu aktivieren und in Fluss zu bringen.
Selbstheilmassage umfasst das Abklopfen und Reibern
der Körperoberfläche. Damit wird die Durchblutung verbessert und das Chi
aktiviert. Bei bestimmten Methoden wird das Chi auch entsprechend dem
Meridiansystem durch den Köper geführt. Die SHM kann eine sehr nützlich
Begleitung zu anderen Chi-Gong Übungen sein, aber auch unabhängig davon
angewendet werden.
Als Akupressur wird eine Reihe spezieller Techniken
aus China bezeichnet, bei denen mit der Hand bzw. Fingerspitzen bestimmte
Punkte stimuliert werden, Auch damit wird das Chi beeinflusst und gelenkt.
Verweise auf: "Do in".
Gesunde Lebensweise
Zu Chi-Gong gehört auch eine gesunde Lebensweise. Es
sollte nicht nur aus praktischen Übungen bestehen, sondern auch aus einer
gesunden, bewussten Lebensweise. Hauptziel ist es einen Zustand umfassender
Chi-Harmonie und Stabilität von Geist und Körper herzustellen. Darum genügt
es nicht, zeitlich begrenzt zu üben. Man sollte bewusst und immerwährend
nach dem Prinzip leben, indem man bei allem, was man tut, also beim Lesen,
Gehen, Essen oder Sprechen, auf den Körper achtet und versucht, die Haltung
zu korrigieren und Bewegung und Atmung harmonisch zu führen. Allein dies
kann schon viel bewirken, weil das Chi harmonisiert und aktiviert wird.
Chi-Gong-Beratung: Preis nach Absprache